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Aktuelles

08.06.2020 | Andreas Ofenbeck, Sprecher, 089 2186 2108, Bayerisches Wissenschaftsministerium, PM Nr. 143 vom 05.06.2020 | Passau

KI-Netzwerk in Bayern:

Drei neue Professuren werden an der Universität Passau zur Erforschung von Künstlicher Intelligenz eingerichtet

Foto: Universität Passau

Wissenschaftsminister Bernd Sibler informiert sich an der Universität Passau über Projekte – „Spektrum reicht von der Erforschung nachvollziehbarer KI-basierter betrieblicher Informationssysteme über AI Engineering bis zur Künstlichen Intelligenz im Strafrecht“ – Ausbau ist Teil der Hightech Agenda Bayern

Bayern arbeitet mit Hochdruck daran, seine Stellung als einer der führenden Standorte für Künstliche Intelligenz (KI) weiter auszubauen, unter anderem in Passau. Als Teil seiner Strategie spannt der Freistaat im Rahmen der Hightech Agenda Bayern (HTA) ausgehend vom KI-Zentrum in München und den Knotenpunkten in Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Ingolstadt ein landesweites, thematisch fokussiertes Netzwerk in der KI-Forschung auf.
Die Universität Passau profitiert von den 50 neuen bayerischen KI-Professuren im Rahmen des KI-Wettbewerbs mit drei Professuren. Wissenschaftsminister Bernd Sibler informierte sich heute (05.06.2020) vor Ort über die neuen KI-Forschungsschwerpunkte sowie die Einbindung der Universität Passau in das bayerische KI-Netzwerk. „Die Themen der neuen KI-Professuren sind ebenso spannend wie wichtig: Das Spektrum reicht dabei von der Erforschung nachvollziehbarer KI-basierter betrieblicher Informationssysteme über AI Engineering bis zur Künstlichen Intelligenz im Strafrecht. Im Verbund mit anderen Hochschulen, etwa dem KI Campus Ostbayern oder der Kooperation mit den fränkischen Universitäten in Würzburg und Bamberg, widmen sich unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zukunftsweisenden Fragestellungen“, betonte Minister Sibler.

Die Professur „Nachvollziehbare KI-basierte betriebliche Informationssysteme“ soll Theorien, Methoden und Werkzeuge erforschen, um den ökonomisch sinnvollen Grad an Nachvollziehbarkeit der KI-basierten Dienste während Entwicklung, Betrieb und Wartung zu ermitteln und umzusetzen.
Die Professur „AI Engineering“ ist an der Schnittstelle zwischen Software Engineering und Künstlicher Intelligenz angesiedelt. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung neuer KI-Engineering Methoden durch Kombination etablierter Software Engineering Techniken mit dem Maschinellen Lernen.
Die Professur „Künstliche Intelligenz im Strafrecht“ widmet sich u.a. der Erforschung der theoretischen Grundlagen und Grenzen von Normensystemen zur Künstlichen Intelligenz.
„Mit diesen drei neuen Professuren kann die Universität Passau die Etablierung des interdisziplinären Forschungsschwerpunktes ‚KI und Nachhaltigkeit‘ verankern. Wir werden diese Chance intensiv nutzen und die zukünftige Entwicklung der KI im internationalen Forschungsdiskurs mitgestalten“, so Universitätspräsident Ulrich Bartosch. „KI und Nachhaltigkeit hängen enger zusammen, als es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Nachhaltigkeit bedeutet einerseits, dass wir KI-basierte Systeme unter nachhaltigen Gesichtspunkten gestalten und anwenden. Andererseits beinhaltet Nachhaltigkeit auch normative, soziokulturelle, ökonomische und ökologische Rahmenbedingen für den Einsatz von KI sowie die Nutzung von KI für die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. Die Universität Passau ist für einen solchen Ansatz bestens aufgestellt.“ Die Genehmigung einer Professur für Künstliche Intelligenz im Strafrecht im Verbund „KI Campus Ostbayern“ gemeinsam mit der HAW Landshut, der TH Deggendorf, der OTH Regensburg und der OTH Amberg-Weiden bedeute darüber hinaus eine Stärkung der langjährigen Bemühungen der Universität Passau um die Region Ostbayern als überregional sichtbarer gemeinsamer Wissenschaftsraum.

HTA: 100 neue Professuren auf dem Zukunftsgebiet der KI
Die Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz stellt einen der Schwerpunkte der im Oktober 2019 von Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder angekündigten Hightech Agenda Bayern dar. 50 KI-Professuren wurden zur gezielten Stärkung des KI-Zentrums in München und den Knotenpunkten in Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Ingolstadt gesetzt, 50 weitere KI-Professuren wurden im Rahmen des KI-Wettbewerbs vergeben. Dadurch soll der Lehre an den Hochschulen und damit der Ausbildung dringend benötigter Fach- und Führungskräfte in allen Regionen Bayerns ein kräftiger Schub verliehen werden und eine breite Verankerung der KI an den bayerischen Hochschulen erfolgen. „Mit insgesamt 100 neuen Professuren auf diesem Zukunftsgebiet legen wir die Grundlage dafür, dass Bayern als Wissenschaftsstandort seine Sichtbarkeit und Wettbewerbsposition auf diesem begehrten Markt entscheidend verbessern kann. Das ist auch mit Blick auf die Belebung der Wirtschaft und von Wertschöpfungsketten nach der Corona-Pandemie wertvoll“, so Sibler.


Informationen zum KI-Wettbewerb finden Sie unter: https://www.stmwk.bayern.de/ki-wettbewerb

 
Andreas Ofenbeck, Sprecher, 089 2186 2108