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11.03.2020 | Ralf Braun

Umweltbildung des Landkreises Passau

MdL Waschler zu Gast im Haus am Strom

Die Gesellschafter der gemeinnützigen „Haus am Strom GmbH“ versammelten sich zur jährlichen Versammlung bei der Umweltstation.

Foto: Haus am Strom
Zunächst berichtete der CSU-Abgeordnete Prof. Dr. Waschler, dass die Kooperation von Schulen mit außerschulischen Kooperationspartnern zum nächsten Schuljahr besser gefördert würde, insbesondere Fahrtkosten. „Schüler sollen Verantwortungsbewusstsein auch für Artenschutz und Artenvielfalt sowie ein Verständnis für die Zusammenhänge nachhaltiger Entwicklung, gesunder Ernährung und verantwortungsvoller landwirtschaftlicher Erzeuger entwickeln“, zitiert der Abgeordnete und an den Nebenkosten solle dies nicht scheitern. Von dem Änderungsantrag der CSU und den Freien Wählern könnte auch das Haus am Strom profitieren. Für Projekte müssten die Schulen an das Schulamt oder die Ministerialbeauftragte Anträge für eine Unterstützung stellen.

Im Jahr 2019 fanden wieder sehr viele Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene, Projekte, Events wie das Fest der Artenvielfalt und Ausstellungen statt. Ralf Braun berichtete, dass wieder über 25 000 Ausstellungsbesucher und Teilnehmer bei den Veranstaltungen im Haus am Strom gewesen sind. Damit sei die Anzahl auf hohem Niveau stabil, wenn es auch noch Steigerungsmöglichkeiten gäbe. Gerade die Schulen kämen aber im Schwerpunkt zwischen Pfingst- und Sommerferien, so dass man zu der Zeit sogar Gruppen abweisen müsse, wenn diese terminlich nicht flexibel sind. Im Rückblick gab es einige Höhepunkte zu berichten: von der Beteiligung bei dem Projekt „Europa strahlt“, über Besuche aus den Landkreisen Tirschenreuth und Dingolfing-Landau, die ebenfalls Umweltstationen bauen wollen bis zu hochrangigen Besuchen z.B. von der Universität Regensburg oder im Rahmen einer Tagung der Wasserwirtschaft. Das Haus am Strom organisiert zwei Mal im Jahr den Runden Tisch der Umweltbildung in Niederbayern, bringt sich beim Masterplan Donau der bayerischen Staatsregierung ein oder beim Arbeitskreis Umweltstationen Bayerns. Das Personal ist sehr qualifiziert und motiviert, daher sind solche Ergebnisse leistbar. Bedauerlich sei, dass die Zuschüsse des Umweltministeriums seit 10 Jahren auf gleichem Niveau liegen, die Zuschüsse des Landkreises wachsen mit den steigenden jährlichen Kosten, wachsende finanzielle Bedeutung hat ganz stark die Projektarbeit. Susanne Bloch, Abteilungsleiterin für Umwelt-, Natur- und Gewässerschutz im Landratsamt, bedauerte, dass letztes Jahr keine Bußgelder dem Haus am Strom zugegangen sind. Zunehmend entstehen Kosten durch Reparaturen der Ausstellung, die nun fast 10 Jahre alt ist. Denn die Computertechnik ist damit in die Jahre gekommen. Es ist angedacht, mit Hilfe eines EU-Projektes im nächsten Jahr digitale Elemente in die Ausstellung aufzunehmen, die dem neuesten Stand der Technik umsetzt und die Ausstellung insgesamt zu erneuern. Die Rückmeldungen der Teilnehmer an den Veranstaltungen sind aber bisher noch sehr gut, teilweise euphorisch. Auch das Naturschutzgebiet hat Bayern und Deutschlandweit eine sehr hohe Bedeutung. Dies belegen zum Beispiel Funde des Linden-Prachtkäfers, des großen Feuerfalters oder des Goldhaarigen Halsbocks, alles große Raritäten unter den Insekten.
Dieses Jahr freut sich Geschäftsführer Raimund Kneidinger besonders auf das große Jubiläumsfest „20 Jahre Haus am Strom“, das gleichzeitig das Familienfest des Landkreises ist und zu dem der Umweltminister Thorsten Glauber kommen will. Mit Schulen in Aldersbach, Hofkirchen und Passau sowie der Berufsschule stehen Projekte an. Nach einem Presseaufruf gingen vielen Rückmeldungen zum Wiedehopf bei der Umweltstation ein. Daher will die Naturschutzbehörde das Haus am Strom mit der Aufhängung von Nistkästen für diesen schönen Vogel beauftragen. Und natürlich steht die Akquise von Spenden und Projektgeldern auf der Agenda für dieses Jahr.

Foto: Haus am Strom 
(v.r.) Josef Neubauer, Susanne Bloch, GF Raimund Kneidinger, Einrichtungsleiter Ralf Braun, Josef Eberle, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Klaus Jeggle, Karin Wundsam, Margit Noé, Stefan Heizmann, Gabriele Donaubauer, Hermann Duschl, Mannfred Steinhofer.