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13.12.2019 | Stefanie Starke | Passau.

Wie kann es mit dem Hochwasserschutz für Passau weitergehen?

MdL Waschler tauscht sich mit Wasserwirtschaftsamt aus

Der CSU-Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Gerhard Waschler hat in einem Austausch mit den Experten des Wasserwirtschaftsamts die technischen Möglichkeiten eines modernen Hochwasserschutzes für Passau thematisiert.

Foto (Stefanie Starke): (v.r.) MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler im Gespräch mit Wasserwirtschaftsamtleiter Michael Kühberger, Siegfried Ratzinger und Josef Halser.
Besonders das generelle Aus für den Hochwasserschutz in Passau-Hals möchte er so nicht endgültig stehen lassen. „Es müssen für diese derart wichtigen Maßnahmen alle neuen und noch in Entwicklung befindlichen technischen Register gezogen werden, um optische Verträglichkeit und maximalen Nutzen in Einklang zu bringen“, betont MdL Waschler. Natürlich sei klar, dass sämtliche Hochwasserschutzmaßnahmen ein höchst sensibles Thema seien – „aber genau deswegen sollten sämtliche Möglichkeiten ausführlich und von allen Seiten betrachtet und diskutiert werden.“ Man dürfe keinen Aspekt außer Acht lassen: „Wenn wir uns in Wohngebieten bewegen ist es selbstverständlich, dass wir die Lebensqualität mit entsprechenden Hochwasserschutzbarrieren möglichst umfassend in Einklang bringen müssen.“ In diesem Zusammenhang führt der Abgeordnete erneut die mobilen Hochwas-serelemente einer österreichischen Firma ins Feld, von deren Möglichkeiten sich die CSU-Stadtratsfraktion bereits im Frühjahr 2018 ein Bild gemacht hatte. „Zumindest von Laienseite macht dieses Modell einen guten Eindruck, weil es eben wenig Eingriff in das städtebauliche Bild verspricht“, so Waschler weiter.
Auch das Wasserwirtschaftsamt habe sich mit der entsprechenden Technik auseinandergesetzt. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Lösungen und werden auch diese im Blick behalten“, macht Michael Kühberger, Leiter vom Wasserwirtschaftsamt in Deggendorf, deutlich. In völliger Übereinstimmung mit dem Abgeord-neten hat Kühberger festgestellt, dass stets die technische Umsetzbarkeit unangefochten geprüft werden müsse – schließlich dürfe es beim Hochwasserschutz keine „Versuchskaninchen“ geben.
Die österreichische Variante der „aufklappbaren Bürgersteige“ habe allein aufgrund der Möglichkeit eines schnellen „Hochfahrens im Gebrauchsfall“ großen Charme, ist aber auf 1,4 m Einstauhöhe begrenzt und noch in der Entwicklung. „Wir müssen abwarten bis die Zertifizierungsverfahren abgeschlossen sind und dann prüfen, wo eine solche neue Hochwasserschutzvariante einsetzbar wäre“, erläutert Siegfried Ratzinger vom Wasserwirtschaftsamt in Deggendorf. Auch von anderen Firmen ha-be man interessante neue technische Entwicklungen im Blick.
„Wenn möglicherweise im Laufe des Jahres 2021 optisch verträglichere Varianten für einen geeigneten Hochwasserschutz zugelassen und auf dem Markt sind, kann durchaus an einen Modellversuch für kleine ausgewählte Abschnitte in Passau gedacht werden“, sagen die Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes dem Abgeordneten zu. Der Abgeordnete signalisierte bestmögliche Unterstützung gegenüber den Verantwortlichen im Umwelt- und Finanzministerium zu, wenn es um die Genehmigung und Finanzierung von derartigen innovativen Modellprojekten geht.