Aktuelles

Zur Übersicht | Drucken

04.12.2019 | Stefanie Starke | Landkreis Passau.

„Wir setzen am meisten um in Bayern“

CSU-Abgeordnete laden gemeinsam mit Staatlichem Bauamt Passau zur Verkehrskonferenz für Stadt und Landkreis Passau

„Es geht um die Region in ihrer Gesamtheit – wir brauchen gute Wege, Lebensadern und in diesem Zusammenhang können wir der guten Arbeit des Staatlichen Bauamtes Passau nur danken“, leiten die Abgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler in die Verkehrskonferenz für Stadt und Landkreis Passau ein.

Foto (Stefanie Starke): (v.l.) stellvertretender Landrat Raimund Kneidinger, Bauamtsleiter Robert Wufka, MdL Walter Taubeneder, Abteilungsleiterin Andrea Czech und MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler.
Sie hatten in gewohnter Manier zur traditionellen Verkehrskonferenz geladen, um über aktuelle infrastrukturelle Maßnahmen in der Region zu informieren und neue Wege zu diskutieren.
„Beim Straßenbau geht es nicht immer um die schnellste Verbindung, sondern wesentlich auch um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer – das ist unser Hauptanliegen“, betont Robert Wufka, der Leiter des Staatlichen Bauamtes Passau, gleich eingangs. Deswegen baue man Straßen aus und um – „und natürlich kommt man dadurch oft auch schneller von A nach B.“ Dies hänge auch eng mit dem Motorisierungsgrad zusammen, der in den letzten zehn Jahren massiv gestiegen sei – um immerhin 20 Prozent. „Fast 2/3 der Bürger sind heute motorisiert, das stellt uns vor neue Herausforderungen“, so Wufka weiter, der damit dem Vorurteil entgegentreten wolle, dass man nur des Bauens wegen baue.
Insgesamt gehöre das Staatliche Bauamt in Passau zu den Bauämtern mit den höchsten Umsätzen in ganz Bayern – „das liegt auch daran, weil wir in der Region gute Unterstützung seitens der Gemeinden erfahren“, betont der Bauamtsleiter.
Der Haushalt für den Bereich Straßenbau liege für das Jahr 2019 bei knapp 120 Millionen Euro und man hoffe auf ein ähnlich hohes Niveau für die kommenden Jahre – schließlich gebe es viel zu tun: Zu den Bundesstraßen-Projekten gehört auch die Erneuerung der Brücke bei Kernmühle, voraussichtlich nun im Jahr 2021, allerdings nicht unter Vollsperrung der B388. Auch der sichere Ausbau der B12 werde weiter forciert: „Einen durchgehend 3-streifigen Ausbau wird es nicht geben aber wir wollen mit einzelnen Überholabschnitten den Überholdruck herausnehmen“, erklärt der Bauamtsleiter. Überholfahrstreifen werden so angelegt, dass sie sich gegenseitig ergänzen und somit den Verkehrsteilnehmern in beiden Fahrtrichtungen eine sichere Überholmöglichkeit bieten. Staatsstraßenprojekte stünden deutlich mehr an: Egglham, Aldersbach, eine Umgehung für Pocking, eine Linksabbiegespur bei Sonnen, und und und. Und dann wäre da noch eine Umfahrung für die Stadt Passau: „Die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan war äußerst wichtig. Unser Ansatz: Wir gehen unvoreingenommen in das eingerichtete Dialogforum und wollen eine verkehrsträgerübergreifende Lösung erreichen“, so Wufka, der in dem Forum die letzte Möglichkeit sieht, eine vernünftige Lösung für den gesamten Verkehrsverbund im Großraum Passau zu finden.
Auf der Agenda der Verkehrskonferenz stand außerdem die Fortführung des Radwegenetzes für Stadt und Landkreis Passau. „Hier steht unser Angebot, den Kommunen bei entsprechender Planung zur Seite zu stehen.“ Das Budget für den Bereich der Bestandserhaltung, also für Decken- und Brückenbauten, umfasst für das Jahr 2020 etwa 14 Millionen Euro, darunter eine Erneuerung der Fahrbahndecke bei Zieglstadl in Passau sowie zwischen Hundsruck und Rothenkreuz, auch Felssanierungsmaßnahmen bei Hofkirchen.
Nach den Ausführungen des Staatlichen Bauamtes Passau hatten die anwesenden Vertreter der Gemeinden noch Zeit, um ihre jeweiligen Anliegen anzusprechen und zu diskutieren. Unter anderem wurden die Planungen für die höhenfreie Anbindung Höhe Patriching auf die B85 ausgeführt. Hinsichtlich der Ortsumfahrung Vilshofen arbeite man derzeit weiter an der Talbrücke über die Wolfach. „Nach dem Kreisverkehr an der B8 entsteht als nächstes die Brücke über die Bahnlinie – insgesamt werden wir hier noch bis zum Jahr 2023 arbeiten.“ Ein schwieriges Projekt sei außerdem die Erneuerung der alten Innbrücke zwischen Schärding und Neuhaus am Inn, auch weil hier zwei Länder beteiligt sind und die Grenze etwa durch die Mitte der Brücke verläuft.
„Es wird viel gebaut bei uns. Und es ist schön zu sehen, mit welchem Engagement sich das Staatliche Bauamt der Aufgaben annimmt“, betont MdL Walter Taubeneder abschließend. Straßen seien wichtig für eine nachhaltige Entwicklung der Region.