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25.11.2019 | Stefanie Starke | München/Jordanien/Israel/Passau.

Arbeitskreisreise nach Jordanien und Israel

MdL Waschler will bayerisch-israelischen Schüleraustausch vertiefen – Kranzniederlegung in Gedenkstätte Yad Vashem

Im Rahmen ihrer fünftägigen Bildungsreise hatte der CSU-Arbeitskreis Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags in München ein straffes Programm.

Foto (CSU-Arbeitskreis Bildung du Kultus): Bei der Krankniederlegung in Yad Vashem, Jerusalem – (v.l.) Dr. Ludwig Spaenle, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler und MdL Prof. Winfried Bausback.
Als Delegationsleiter und bildungspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion war es MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler ein besonderes Anliegen mit seinen MdL-Kollegen Prof. Dr. Winfried Bausback, Otto Lederer, Gudrun Brendel-Fischer, Norbert Dünkel, Barbara Regitz und Peter Tomaschko zunächst Jordanien zu besuchen – wie Waschler selbst sagt: „Eine Nation, die in vielen Bereichen Entwicklungspotential hat.“ So profitiert das Land bereits von deutscher Entwicklungshilfe, unter anderem gibt es ein abgeschlossenes bayerisches Hilfsprojekt im Bereich der beruflichen Bildung. „Hauptherausforderung im Bildungsbereich ist hier aufgrund der zahlreichen Flüchtlinge, der Umgang mit der Heterogenität der Kulturen und das rasche Bevölkerungswachstum – schließlich müssen alle Kinder auch unterrichtet werden.“ Gemessen am Bruttoinlandsprodukt investiere Jordanien jedoch viel Geld in den Bildungsbereich und könne bereits beachtliche Erfolge vorweisen. Auf dem Programm der bayerischen Delegation stand unter anderem ein Besuch im Bildungsministerium, der Hanns-Seidel-Stiftung in Jordanien sowie ein Treffen mit Vertretern von IT-Start-Ups, ausgerichtet auf den Bildungsbereich. „Es war interessant zu erfahren, wie Jordanien die Chancen der Digitalisierung für sich zu nutzen weiß“, so Waschler. Im Austausch mit der Deutsch-Jordanischen Hochschule wurde auch über eine Ausweitung der Kooperation mit bayerischen Hochschulen, beziehungsweise der Universität Passau gesprochen. Auch Schüleraustauschprojekte sollen intensiviert werden.
Nach zwei Tagen Aufenthalt in Jordanien ging es weiter, via der sogenannten King-Hussein-Bridge, dem Grenzübergang am Landweg, nach Israel: Jerusalem und Tel Aviv waren die Zielpunkte der Delegation, die auch hier dem Bildungsministerium sowie verschiedenen Schulen einen Besuch abstatteten. „Gerade vor dem Hintergrund des wachsenden Antisemitismus in Deutschland gilt es die bayerisch-israelischen Kontakte insgesamt, ganz besonders den Schüleraustausch, zu vertiefen und weiter auszubauen“, ist MdL Waschler überzeugt. Höhepunkt in Jerusalem war für den Delegationsleiter Waschler die Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Yad Vashem, gemeinsam mit seinem Kollegen MdL Prof. Winfried Bausback und dem ehemaligen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle in seiner Funktion als Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe. Yad Vashem gilt als ist die bedeutendste Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert. „Ich habe zunächst die Flamme entzündet und dann mit meinen Kollegen den Kranz der Delegation am Mahnmal niedergelegt – dies war uns eine große Ehre“, so Waschler abschließend.