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22.11.2019 | Stefanie Starke

„Silicon Forest“ – auf die Heimat zugeschnittene Forschung

CSU-Abgeordnete Waschler und Gibis besuchen TC Grafenau

Grafenau. „Wir haben hier keine Maschinen, dafür fleißige und hochkompetente Mitarbeiter“, erklärt Prof. Dr. Diane Ahrens, Campusleiterin des TC Grafenau, gleich eingangs bei einem Besuch der Abgeordneten Prof. Dr. Gerhard Waschler und Max Gibis.

Foto (Stefanie Starke): (v.l.) MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Campusleiterin Prof. Dr. Diane Ahrens, Geschäftsleiter Franz Wilhelm und MdL Max Gibis.
Der Campus in Grafenau ist eine Einrichtung der Technischen Hochschule in Deggendorf und beschäftigt sich mit zukunftsorientierten Feldern der Angewandten Forschung – mit den Schwerpunkten „Smart Region“, „Business Data Analytics & Optimization“ und „Applied Artificial Intelligence“. „Wir richten uns hier ganz nach den Anforderungen, die uns sowohl aus der Industrie als auch aus Gesellschaft widergespiegelt werden“, so Ahrens weiter.
Sämtliche Projekte konzentrieren sich dabei auf den Bereich der Digitalisierung, zahlreiche speziell auf Digitalisierung im ländlichen Raum. „Industrie 4.0, Verringerung der Lebensmittelverschwendung, intelligente Prognosen, Sensordatenanalysen und Betrugserkennung, die digitale Transformation in Kommunen – das sind die Themen der Zeit“, erklärt auch Geschäftsleiter Franz Wilhelm. Das 40-köpfige Team befasse sich dabei hauptsächlich mit Algorithmen- und App-Entwicklungen, Datenbank- und Cloudtechnologien, Datenanalysen sowie mit der Umsetzungsbegleitung kommunaler Einrichtungen im digitalen Wandel. „In unserer Arbeit fühlen wir uns dem Bayerischen Wald eng verbunden. Unser Ansinnen ist es Potentiale aufzuzeigen und gemeinsam Visionen zu verwirklichen“, so die Campusleiterin.
Der Campus in Grafenau ist eine Erfolgsgeschichte. Einen Wunsch hätte Campusleiterin Ahrens dennoch für die Zukunft: Zumindest einige unbefristete Stelen und eine über die reine Betriebskostendeckung hinausgehende Basisfinanzierung würden beim weiteren Ausbau helfen. „Was hier in den letzten Jahren entstanden ist, ist beachtlich – das bedeutet auch neuen Schwung für die Region“, zeigt sich MdL Max Gibis beeindruckt vom Schaffen des TC Grafenau. Und die Leitung selbst bestätigt: „Wir sind ein gutes Bindeglied und wollen die Region weiter vorantreiben. Auch unsere Initiativen haben dazu beigetragen können, dass sich das positive Denken in der Region weiter deutlich verstärkt: Die Unternehmen sehen ihre Zukunftschancen!“, so Franz Wilhelm.
Erfolgreich gestalte sich vor allem das Projekt „Digitales Dorf“. Zahlreiche Anfragen aus weiteren Gemeinden spiegeln den großen Bedarf an professioneller und neutraler Unterstützung im digitalen Wandel wider. „Wir entwickeln Strategien für den ländlichen Raum, verbunden mit dem Ziel, die Chancen der Digitalisierung für die Bewerkstelligung alltäglicher Herausforderungen auf dem Land bestmöglich zu nutzen – und das ganzheitlich, generationenübergreifend und für alle Bevölkerungsschichten“, erklärt Prof. Dr. Diane Ahrens. Wichtige Themen sind dabei unter anderem Mobilität, die medizinische Versorgung oder auch die Nachbarschaftshilfe. Diesbezüglich sei man stets im Dialog mit den Bürgern und richte sich ganz nach den Bedürfnissen der Bevölkerung.
MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, auch in seiner Funktion als bildungspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, zeigt sich hoch beeindruckt von der Forschungsarbeit im TC Grafenau: „Die hervorragenden Standortbedingungen mit Blick auf die Kosten-Nutzen-Relation für zukunftsorientierte Forschung überzeugen in jeder Hinsicht. Hier soll natürlich kein „Silicon Valley“ kopiert werden – vielmehr hat man aber hier am TC Grafenau mit der kooperierenden Wirtschaft verstanden, wie man Vorbilder im Sinne eines aufwachsenden „Silicon Forest“ nutzen kann.“