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23.09.2019 | Stefanie Starke/Christoph Weishäupl | Passau

Informationsveranstaltung zur Kulturfondsförderung

MdL Waschler ruft zur Antragsstellung auf

„Wir wollen Gelder in die Region holen. Daher gilt es sämtliche Kulturschaffende zu animieren, Anträge entsprechend einzureichen“, betont MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler im Rahmen einer Informationsveranstaltung zur Kulturfondsförderung in Passau.

Foto (Christoph Weishäupl): MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler (5.v.l.) informiert über Antragsstellung zur Kulturfondsförderung.
Sowohl Gemeindevertreter als auch Interessierte Kulturschaffende haben die Einladung des Abgeordneten wahrgenommen, um sich über Umfang und Modus der Antragsstellung zu informieren.
So können im Rahmen der Kulturfondsförderung zweckgebundene Mittel im Staatshaushalt für Projekte und Organisationen sowohl aus dem Bereich Kunst vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, als auch für den Bereich Bildung und Kultus, dann entsprechend vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus, abgeschöpft werden. „Die Antragsstellung läuft dabei stets über die Regierung von Niederbayern, die die Anträge sammelt und an das zuständige Ministerium dann weiterleitet“, erklärt MdL Waschler. Hier würden die Anträge dann nach Volumen und anderen Faktoren aufbereitet und bewertet. „Im Anschluss geht es nach Billigung durch den Minister weiter in den Landtag, wo letztlich dann vom Haushaltsausschuss über die Freigabe entschieden wird.“ Ausschlaggebend für eine Antragsstellung ist vorrangig das Projektvolumen und die Beachtung von den jeweiligen Stichtagen zur Einreichung der Anträge. „Auch eine finanzielle Unterstützung von kommunaler Seite in angemessener Höhe ist Grundvoraussetzung für eine Antragsstellung. Denn durch die Beteiligung der Kommune wird die Bedeutsamkeit des jeweiligen Kulturprojekts vor Ort verdeutlicht“, erklärt der Abgeordnete. Weiter muss ein Kulturprojekt überörtliche Bedeutung genießen und im Wissenschaftsbereich ein Mindestvolumen von 10.000 Euro vorweisen – „Betriebs- oder Gebäudekosten, oder beispielsweise auch der Ankauf von Kunstwerken ist nicht förderfä-hig“, so Waschler weiter.
Der Förderbereich „Kunst“ als solcher erstreckt sich über Theater, nichtstaatliche Museen, zeitgenössische Kunst, Musik und Laienmusik, Archive, Bibliotheken, Literatur und Denkmalpflege.
Im Bereich „Bildung und Kultus“ werden vorrangig Bildungsprojekte mit kulturellem Bezug in der Fläche, also insbesondere im ländlichen Raum, gefördert. „Auch hier ist die überörtliche Bedeutung maßgeblich für eine Förderung. Projekte in diesem Bereich müssen ein Mindestvolumen von 5000 Euro haben.“ Hier empfehle es sich die Beantragung über einen Verband, wie beispielsweise ein als Verein eingetragener Elternbeirat, abzuwickeln, da Schulen und natürlich Personen nicht antragsberechtigt sind. „Internationale Begegnungsprojekte sind hier übrigens chronisch unterbeantragt“, merkt der CSU-Landtagsabgeordnete weiter an.

„Die Fördertöpfe werden unabhängig von der konkreten Zahl der Antragssteller in jedem Fall vollumfänglich ausgeschüttet, deswegen lohnt es sich, einen Antrag zumindest einzureichen – bei Erfüllung der jeweiligen Antragsstellungskriterien sind die Chancen nicht schlecht – am besten gleich loslegen“, so MdL Waschler abschließend.