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16.09.2019 | Stefanie Starke | Passau.

Schuldner- und Insolvenzberatung an Schulen

MdL Waschler informiert sich über Bildungsangebot der Diakonie Passau

Das Diakonische Werk Passau e.V. ist in vielen Lebensbereichen eine wichtige Stütze für die Menschen in der Region. „Wir merken, dass wir gebraucht werden“, betont Geschäftsführerin Sabine Aschenbrenner bei einem Besuch des Abgeordneten Prof. Dr. Gerhard Waschler.

Foto (Niklas Rott): MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler und Sabine Aschenbrenner, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Passau e.V..
„Mit unseren zahlreichen Angeboten in den einzelnen Beratungsstellen bieten wir Hilfe und Unterstützung für vielfältige Probleme im sozialen und persönlichen Bereich. Wir sind da – man muss eigentlich nur kommen!“

Vor allem das Angebot einer psychischen Beratung erfahre einen wachsenden Zu-lauf. „Bei uns ist die Hemmschwelle zu kommen erstmal niedriger, als gleich einen Therapeuten aufzusuchen, dazu kommt, dass wir geringere Wartezeiten haben“, erklärt sich Aschenbrenner den Anstieg der Beratungen. Vor allem jetzt in den Sommermonaten kämen mehr junge Menschen in die Beratungsstelle. „Wir betrei-ben eine Art Krisen-Betreuung, die sich bei jungen Menschen, oft auch angehen-den Studenten, durch fehlende Orientierung und Überforderung zeigt.“ Die Diako-nie Passau gehe daher verstärkt den Weg Prävention an Schulen, denn gerade psychische Probleme bei Kindern seien noch ein Tabuthema – hier wolle man ent-sprechend vorbeugen.
Neben den psychischen Problemen wolle man jedoch durch den Kontakt zu Schu-len auch andere Themen mit den Schülern angehen: „Überschuldung ist heute nicht mehr nur ein Problem einzelner sozialer Gruppen oder unterer Einkommens-schichten. Verschuldung ist in der gesamten Bevölkerung weit verbreitet“, so die Geschäftsführerin. Insolvenz- und Schuldnerberatungen seien daher das Thema der Zeit. In diesem Zusammenhang kam auch die sogenannte „Armuts-Prävention“ ins Gespräch – „hier hatten wir mal ein Schulprojekt in Kooperation mit der Universi-tät Passau, indem es darum ging den Schülern anschaulich en Gefühl für Gehälter zu vermitteln, unter anderem im Rahmen von gemeinsamen Einkäufen.“ Auch der Abgeordnete kann dieses Engagement nur begrüßen. In seiner Funktion als bildungspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion weiß er: „Einen Lerneffekt erzielt man nicht, in dem man den Finger mahnend erhebt, sondern Lerninhalte anschaulich und realitätsnah vermittelt.“ Als externer Partner von Schulen sei die Diakonie höchst wertvoll.

Allgemein lobte der Abgeordnete das Engagement der Diakonie Passau samt aller Beratungsstellen. „Sie haben die menschliche Entwicklung stets im Blick.“