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03.07.2019 | Stefanie Starke; Bayerischer Landtag | München/Passau.

Kranzniederlegung in St. Petersburg

MdL Waschler mit dem Bildungsausschuss auf Reisen

Bereits Ende Mai hat der Ausschuss für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags Sankt Petersburg, Lettland und Litauen besucht.

Foto (Rüth, Bayerischer Landtag): MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler bei einer Kranzniederlegung am Friedhof in St. Petersburg.
Mit der Auswahl der Ziele – Russland auf der einen, zwei baltische Staaten auf der anderen Seite – ging es den Ausschussmitgliedern vorrangig darum zu erfahren, wie unterschiedlich sich die Schulen in den jeweiligen baltischen Regionen nach dem Wiedererlangen der Unabhängigkeit 1991 im Vergleich zur Russischen Föderation entwickelt haben.
Die baltischen Staaten Lettland und Litauen wurden 1991 nach 51 Jahren unter sowjetischer Herrschaft unabhängig. Vom Regime der Sowjetunion geprägt hat sich der Bildungsbereich hier in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt – „hier haben wir uns mit den jeweiligen Bildungsausschüssen des Landes ausgetauscht, was sich als höchst interessant gestaltete“, so Waschler weiter.
Schwerpunkt des Besuchs in der litauischen Hauptstadt Vilnius war die Entwicklung bei der Digitalisierung an Schulen sowie in der Erwachsenenbildung. „Hier sind deutliche Parallelen zur Arbeit in Bayern erkennbar, wo das finanzstärkste Förderprogramm zur Digitalisierung und zum Ende der vergangenen Wahlperiode die Novellierung des Erwachsenen-Bildungsförderungsgesetzes auf den Weg gebracht wurden.“
Die Abgeordneten des Bayerischen Landtags haben auf dieser Reise unter ande-rem auch die Deutsche Schule Sankt Petersburg (DSP) besucht, die im September 2009 als deutsch-russische Begegnungsschule gegründet wurde. Die DSP wird von der Bundesrepublik Deutschland gefördert und über die Zentralstelle für das Auslandschulwesen (ZfA) aktiv unterstützt. Sie ist zudem Mitglied der Partnerschu-len (PASCH), die durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland zusätzlich gefördert werden. Auch ein Besuch der traditionsreichen, im Jahr 1709 ge-gründeten, weiterführenden Petrischule in der Stadt Sankt Petersburg stand auf dem Programm. „Diese zeichnet sich heute vor allem durch einen besonders inten-siven Deutschunterricht aus“, erläutert MdL Waschler. Bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs war die Unterrichtssprache Deutsch, wurde dann aber auf Grund der damaligen politischen Spannung zwischen Deutschland und Russland auf Rus-sisch umgestellt, die deutsche Sprache verblieb aber weiterhin einer der Schwer-punkte der Schule.
In Sankt Petersburg hat MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, gleichzeitig bildungspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, am Piskarjowskoje Friedhof gemeinsam mit der bildungspolitischen Sprecherin der Freien Wähler-Landtagsfraktion, Eva Gottstein, sowie weiteren Kollegen einen Kranz des Bayerischen Landtags in Gedenken an die St. Petersburger Opfer des Zweiten Weltkriegs niedergelegt!