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08.08.2017 | Passau

"Unsere Wunschomas sind der Hit!“

MdL Taubeneder und MdL Waschler informieren sich über Generationenprojekt von Kinderschutzbund und Maltesern

Passau. Mit der Oma ein Eis essen gehen, im Garten spielen oder baden gehen – welches Kind unternimmt nicht gern Sachen mit Oma und Opa? „Wir haben in Passau immer mehr junge, oft auch zugereiste Familien, die hier keinen Anschluss haben – die Idee war, diesen Familien mit dem Projekt Wunschoma unter die Arme zu greifen und damit einen Anker zu setzen“, erklärt Julia Stern, die Vorsitzende beim Kinderschutzbund e.V. in Passau bei einem Besuch der Abgeordneten Walter Taubeneder und Dr. Gerhard Waschler.


Foto (Stefanie Starke): (v.l.) MdL Walter Taubeneder, Elena Mogilansky (Kinderschutzbund), Julia Stern (Vorsitzende, Kinderschutzbund), Rosmarie Krenn (Malteser Passau).
Mit den sogenannten Wunschomas und Wunschopas wolle man Kindern unter anderem einen reichen Erfahrungsschatz von Großeltern zugänglich machen und gleichzeitig Senioren den Anschluss zu jungen Familien ermöglichen – „ihnen zu einer neuen Aufgabe verhelfen, die von sehr großer Bedeutung ist“, so Stern weiter. „Wir müssen in die Zukunft denken und gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnen generationsübergreifende Projekte mehr und mehr an Bedeutung“, zeigen sich die CSU-Landtagsabgeordneten interessiert für die außergewöhnliche Zusammenarbeit von Kinderschutzbund und den Maltesern in Passau. Bereits im vergangenen Jahr haben sich die beiden Institutionen zusammengetan und sich dieser besonderen Art der generationsübergreifenden Familienzusammenführung angenommen – „Kinder wünschen sich Großeltern und Senioren sind gern von Kindern umgeben. Bei uns können beide voneinander lernen und profitieren“, zeigt sich Rosmarie Krenn von den Maltesern in Passau überzeugt.  Im Rahmen eines Ausbildungstages werden interessierte potentielle Omas und Opas auf den Familieneinsatz vorbereitet. „Begleitet von Ausbildern und einer Psychologin sollen sich die Senioren in die Materie einfinden und erhalten von uns Einblicke in verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten mit Kindern, den zielgerichteten Umgang mit Medien und auch ein spezieller Erste-Hilfe-Kurs steht auf dem Programm“, betont Elena Mogilansky vom Kinderschutzbund Passau – schließlich sehe sich der Verein schon in der Verantwortung einen verantwortungsbewussten Umgang von Jung und Alt zu etablieren – „wir können die Senioren nicht unvorbereitet auf diese neue Situation loslassen“, erklärt die KinderschutzbundVorsitzende. Zum Abschluss des Einführungstages gebe es sogar ein Zertifikat!  Neun Wunschomas haben sich im Rahmen der Kooperation bereits ausbilden lassen und einige davon sind im ständigen Einsatz – alles auf freiwilliger Basis, denn „im Mittelpunkt des Engagements steht schlicht die Zwischenmenschlichkeit“, freuen sich die Verantwortlichen über den Zuspruch für das Projekt.
 
Wunschoma gesucht! Nächste Informationsveranstaltung am 25. November 2017
 
Und die Nachfrage steigt, denn die Wunschomas finden im Stadtgebiet von Passau großen Anklang. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Omas und Opas, die Lust haben, ihre Zeit mit Kindern zu verbringen“, freut sich Rosmarie Krenn auf neue Interessenten. Diesbezüglich habe man bereits Kontakt mit dem Frauenbund in Passau aufgenommen und hier eine offizielle Partnerschaft geschlossen. „Durch die Unterstützung des Frauenbundes, der im Diözesanverband Passau über 30.000 Mitglieder erreicht, werden sich sicher noch weitere ehrenamtliche Senioren finden, die ihre Zeit gerne mit Kindern verbringen möchten. Dabei ginge es in keiner Weise darum, als Wunschoma Ersatz einer Betreuungsperson zu sein, den Haushalt der Familien zu schmeißen oder die Erziehung zu übernehmen! „Da auch meine Eltern nicht in Passau leben, haben wir zu Hause ebenfalls eine Wunschoma im Einsatz – und ich bin überglücklich, dass ‚unsere Oma Roswitha‘ mir mit Rat und Tat zur Seite steht und auch meine Kinder lieben Oma-Witha“, erzählt Julia Stern aus dem Nähkästchen. So soll es sein – eine Bereicherung für alle, und das generationsübergreifend. 
 
Wenn Sie Interesse an dem Projekt Wunschoma haben, oder sich selbst engagieren möchten, dann setzen Sie sich gerne mit Rosmarie Krenn, Referentin für Soziales Ehrenamt bei den Maltesern in Passau, in Verbindung – unter 0851 / 9566645.